Die basische Ernährung
- iromv1
- 22. Mai 2023
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 8. Sept. 2025
Die basenüberschüssige Ernährung besteht überwiegend aus basenbildenden Lebensmitteln und nur in geringem aus säurebildenden. Dazu muss man verstehen wie der Säure-Basen-Haushalt im Körper funktioniert. Wie die meisten das wahrscheinlich aus dem Chemie-Unterricht der Schule noch wissen: Flüssigkeiten lassen sich unterteilen in Säuren und Basen. Dafür ist der pH-Wert von Bedeutung. Alles über einem Wert von 7 ist basisch und alles darunter sauer. Jetzt ist es so, dass unsere Körperflüsssigkeiten (Magensäure, Pankreassaft, Blut, Zellflüssigkeit,…) ebenfalls unterschiedliche pH-Werte haben, je nach Funktion. Der Pankreassaft ist basisch, um die eintreffende Magensäure zu neutralisieren, was für die Verdauung im Dünndarm sehr wichtig ist, da die Enzyme ansonsten nicht ihre Arbeit leisten könnten. Die Magensäure ist sauer, um die eintreffenden Lebensmittel zu desinfizieren und somit Keime unschädlich zu machen. Dies sind nur ein paar Beispiele. Nun ist es so, dass die Mehrheit unserer Körperflüssigkeiten, wie unser Blut und unsere Zellen, basisch sind. Das bedeutet jetzt keineswegs, dass wir nur Lebensmittel zu uns nehmen dürfen, die an sich basisch sind und alles was zu einer Säure gezählt wird ungesund ist. Sondern lediglich, dass der Hauptanteil an Lebensmitteln basisch oder basenbildend sein sollte. Zitrone z.B. (und andere Fruchtsäuren) enthält zwar Säure, ist aber natürlichen Ursprungs und hat wichtige Funktionen für die Verdauung. Bei Fleischprodukten und Milch andererseits (um nur ein paar schlechte Säurebildner zu nennen) entstehen beim Verstoffwechseln Säuren im Körper. Das ist in gewissen Maßen nun auch kein Problem, denn unser Körper hat ja die Fähigkeit der Entgiftung und auch sogenannte Puffermechanismen. Hat der Körper seine Entgiftungskapazitäten jedoch überschritten, weil er schlicht und einfach nicht mehr hinterherkommt oder die Entgiftungsorgane ermüden, wird es problematisch. Somit muss er andere Wege finden, die anfallenden Säuren zu neutralisieren, denn sonst würde sich der pH-Wert im Körper verschieben was fatale folgen haben könnte (Alkalose und Azidose genannt). Also versucht der Organismus sie zum einen über die Atmung loszuwerden (CO2 abatmen) oder sie auch z.B. mit Wasser zu verdünnen, was zu Ödemen führt. Oder er raubt Mineralstoffe aus den eigenen Reserven, um die Säuren zu neutralisieren. Häufig z.B. aus dem Haarboden, was zu Haarausfall führen kann oder auch aus anderen Quellen wie dem Bindegewebe. Die neutralisierten Säuren werden dann auch im Gewebe eingelagert, sodass Cellulite entsteht oder verstärkt wird. Gicht kann z.B auch eine Folge sein, aufgrund von Harnsäurekristallen, welche in den Gelenken deponiert werden...
Diesen Zustand, bei dem im Organismus vermehrt Säuren anfallen und er diese nicht ausreichend loswird, nennt man dann die Übersäuerung. Hier sieht man wieder einmal wieso man eine gesunde Ernährung nicht unterschätzen sollte.
Noch einmal kurz zusammengefasst: unsere Nahrung sollte, genau wie die Mehrheit unserer Körpersäfte, überwiegend aus basischen Lebensmitteln oder Basenbildnern bestehen.
Natürlich ist hier und da mal ein Lebensmittel mit säurebildenden Eigenschaften nicht direkt tragisch. Wie gesagt: der Körper hat gewisse Entgiftungsmöglichkeiten bis es zu Übersäuerung kommt.
Was sind nun also die basischen Lebensmittel von denen ich die ganze Zeit spreche?
Wie immer: alles was unverarbeitet aus der Natur kommt :-)
Ja ok, ich werde etwas genauer:
Gemüse
Blattgemüse (Salat)
Obst
Kartoffeln
Hülsenfrüchte (gekeimt)
Nüsse (ebenfalls gekeimt)
Sprossen
Gewürze
Wild-/Kräuter
Pseudeogetreide (Quionoa, Hirse,…)
All die aufgezählten Lebensmittelsorten sind basische oder basenbildende Lebensmittel. (Ausgenommen das Preudogetreide, welches aber nur schwach säurebildend ist und in Beilagenmengen vollkommen unproblematisch ist).
Aus diesen Lebensmitteln sollte also unsere Ernährung hauptsächlich bestehen, um unserem Körper zu nutzen und ihn nicht zu belasten. Doch natürlich soll Essen auch noch Spaß machen und keinen Zwang darstellen. Deshalb gilt auch in Sachen Ernährung immer noch: balance is key. Also könnt ihr natürlich weiterhin Essen gehen, eine Pizza genießen und ein Gläschen Wein oder Cola dazu trinken, ohne direkt zu übersäuern. Doch von einer Ernährung aus hauptsächlich solchen Lebensmitteln würde ich euch definitiv abraten.
PS: wenn euch interessiert, wie ihr aus den oben genannten Lebensmitteln am besten ein einfache Mahlzeit ohne großen Zeitaufwand und außergewöhnlichen Kochkünsten zubereiten könnt, schaut gerne im Blogpost: eine gesunde Mahlzeit vorbei!
Ich hoffe der Beitrag hat euch gefallen! Falls ihr mehr über das Verhindern einer Übersäuerung und dem Erhalt eurer Gesundheit erfahren wollt, lasst gern ein Like da und teilt den Beitrag mit euren Freunden! :-)

