Die Vorteile von Ausdauersport
- iromv1
- 1. Mai 2023
- 4 Min. Lesezeit
Hallo!
Heute gibt es mal wieder einen Beitrag aus der Kategorie Sport und Bewegung.
Ironischer Weise verfasse gerade ich einen Post über die Vorteile von Ausdauersport und wie er zu einem gesunden Körper beiträgt. Ich bin nämlich alles andere als Fan vom monotonen Joggen oder Schwimmen. Dennoch wär es definitiv von Vorteil, wenn ich mich mehr damit befassen würde(in ferner Zukunft ;-)). Und welche Vorteile das sind, erfahrt ihr genau hier! :-)
Ausdauersport ist eine von vielen Kategorien, in die man Sportarten teilen kann. Die bekanntesten sind z.B. Joggen, Radfahren, Schwimmen, Walken/Wandern... Dabei hält man für eine gewissen Zeit eine gleichbleibende, gemäßigte Intensität der Bewegung aufrecht (genau das was mich so langweilt.. mehr als 2 Min. das selbe machen kann ich gar nicht gut) und aus dem Grund hat er wahnsinnig viele positive Effekte und auch präventive Funktionen für unsere Gesundheit.
Der Bewegungsapparat
Ausdauertraining und generell Sport sorgen im gesamten Körper für eine bessere Durchblutung. Sodass jegliche Organe und deren Zellen besser mit Nährstoffen und Sauerstoff versorgt werden und Stoffwechselendprodukte besser entsorgt werden können. Das bedeutet generell gesündere Muskeln und Sehnen, Knochen, Bänder und somit auch Gelenke. Der gesamte Halteapparat wird also gestärkt. Durch Ausdauersport wird auch der Gelenkknorpel gut massiert, sodass Nährstoffe, welche diesen nur über die Gelenkflüssigkeit erreichen können, viel besser eingebaut werden können und der Knorpel deutlich weniger atrophiert. Somit können wir der Entstehung von Arthrose z.B. entgegenwirken.
Herz-Kreislaufsystem:
Die Durchblutung des Herzens steigt beim Ausdauersport ebenfalls. Das bedeutet das Herz kann mehr leisten, sodass weniger Schläge notwendig sind, um die selbe Blutmenge zu pumpen. Der Ruhepuls sinkt also. Der Blutdruck reguliert sich (er sinkt nicht nur, wie oft angenommen, denn bei Menschen mit einem generell niedrigen Blutdruck, steigt er auf Normalwerte an), die Gefäße werden widerstandsfähiger und somit weniger anfällig für arteriosklerotische Veränderungen. Die schnellere Fließgeschwindigkeit des Blutes sorgt ebenfalls für ein geringeres Risiko von Arteriosklerose, da Stoffe schneller abtransportiert werden und es nicht zu Ablagerungen an den (geschädigten) Gefäßwänden kommt. Insgesamt lässt sich sagen: Ausdauersport ist das non plus ultra für ein gesundes Herz-Kreislaufsystem.
Lunge
Auch die Durchblutung der Lunge bessert sich und somit wird ein besserer Sauerstofftransport erreicht. Die Atmung wird kräftiger und ruhiger und wir haben das Gefühl besser durchatmen zu können. (Wichtig auch bei psychosomatischen Beschwerden, denn aufgrund von Depressionen, Angstzustanden etc. entsteht häufig ein Gefühl von Brustenge und ein Mangel an Atemluft)
Gehirn
Im Hirn wird die Durchblutung ebenfalls verbessert (wer hätte es gedacht), sodass die Nervenzellen besser versorgt werden und die Denkleistung erhöht wird. Die Konzentration lässt sich steigern, ebenso wie die Dauer mit der wir uns auf etwas fokussieren können. Wir senken das Risiko neurodegenerative Erkrankungen zu erleiden, wie Demenz und Alzheimer, aber auch Parkinson oder MS. Ausdauertraining hilft auch den Fortschritt zu verlangsamen, wenn man bereits erkrankt ist.
Zellen
Auch die kleinste lebende Einheit unseres Körpers, unsere Zellen, hat große Vorteile von Ausdauertraining. Vor allem wenn sie bereits an Insulinresistenz (Vorbote von Diabetes) leiden. Denn durch Ausdauersport erhöht sich ihre Sensibilität für Insulin wieder, sodass sie den Zucker hinein lassen und der Blutzuckerspiegel wieder sinkt.
Psyche
Sport im Allgemeinen und insbesondere auch Ausdauersport hat auch eine enorm positive Auswirkung auf unsere Psyche. Wie bereits im Blogpost „Wieso eigentlich Sport und Bewegung“ beschrieben, sorgt Sport dafür, dass Glückshormone und Serotonin ausgeschüttet werden und uns somit positiver und glücklicher stimmt. Überschüssiges Cortisol (Stresshormon) wird abgebaut, sodass wir chronischem Stress entgegenwirken können und auch Angststörungen und Depressionen werden gelindert. Etwas genauer könnt ihr das hier nochmal nachlesen.
Immun- und Lymphsystem
Bewegung sorgt dafür, dass unsere Haut und Unterhaut bewegt und gedehnt wird und somit unser Lymphsystem angeregt wird. Die Lymphgefäße arbeiten schneller und sorgen somit, ebenso wie das Kreislaufsytstem, für einen schnelleren Abtransport von schädlichen, unbrauchbaren Stoffen und für eine schnellere Entgiftung. Damit wirken wir möglichen Erkrankungen wie Gicht entgegen (wobei hier auch die Ernährung maßgeblicher Faktor ist), bei denen sich das Stoffwechselendprodukt von Fleisch/-waren, die Harnsäurekristalle, in Gelenken absetzt und dort für die typischen Gichtschübe sorgt. Außerdem werden die Auswirkungen lymphatischer Erkrankungen gemildert, Wassereinlagerungen gesenkt und somit die Heilungsfähigkeit der Haut und des Gewebes gebessert (denn eingelagertes Wasser sorgt für eine größere Diffusionsstrecke, sodass Nährstoffe z.B. schlechter an die oberen Schichten der Haut gelangen). Da das Lymphsystem Bestandteil des Immunsystems ist, ist es selbsterklärend, dass auch unser Immunsystem durch regelmäßiges Ausdauertraining stärker wird. Antikörper werden, durch die steigende Anzahl und Aktivität der weißen Blutkörperchen, schneller unschädlich gemacht und deren Giftstoffe und Stoffwechselendprodukte, durch ein besser arbeitendes Lymphsystem, rascher abtransportiert.
Wir wappnen uns für den Winter uns seine Tücken: die Wandelnden Viren- und Bakterienschleudern.
P.S: Wer noch kein Fünkchen Sport getrieben hat in der letzten Zeit, sollte darauf achten sich gut zu erwärmen und sogar ein paar Kräftigungsübungen für die Beine als Vorbereitung in den Alltag einbauen. Denn vor allem beim Joggen kann es sein, dass die schwache Muskulatur den Stoß beim Auftreten nicht gut abdämpfen kann und sich das danach anhand von Schmerzen im Gelenk und insbesondere am Bandapparat bemerkbar macht. Muskelkater ist sowieso vorprogrammiert.
Wie ihr seht hat Ausdauersport viele viele positive Wirkungen auf den Körper. - Und ehrlich gesagt, beim Verfassen des Beitrags komme selbst ich dazu, in Erwägung zu ziehen, vielleicht mal wieder Joggen zu gehen (*würg*). Vor allem mit meiner Endometriose und ihrer Auswirkungen auf meine Hormonlage und besonders meine Stressempfindlichkeit und der damit verbundenen Down-Phasen, wäre Ausdauersport wahrscheinlich DER Sport für mich. Besonders in der ersten Zyklushälfte. Falls euch ein Beitrag über Sport im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus interessiert, hinterlasst unbedingt ein Like!!-
Doch man darf auch hier nicht übertreiben und sollte immer auf seinen Körper hören. Zu hohe Intensitäten und zu wenig Regenerationsphasen können eben auch das Gegenteil bewirken: Das Stressniveau im Körper steigt, der Körper übersäuert, was zu zahlreichen negativen Kaskaden im Körper führt, und somit sinkt das potential uns gesünder zu machen rapide. Im Gegenteil: übertriebener Sport kann uns krank machen. Also auch besonders für Anfänger: fangt langsam an, kleine Ziele und immer auf euren Körper hören. Plötzlich hohe Intensitätssteigerungen, aufgrund von gesteigerter Motivation, bringen eher eine Stagnation oder sogar einen Leistungsabfall statt großer Vorwärtssprünge.
Ich hoffe der heutige Beitrag hat euch gefallen! Hinterlasst gern ein Like, teilt den Beitrag mit euren Freunden und schaut gern nächsten Montag wieder vorbei! :-)
Einen schönen restlichen 1. Mai wünsch ich euch!!
holeath.

